Diskriminierungssensible Kommunikation & Rechteorientierte Beratung
Das Projekt
Öffentliche Institutionen und Verwaltungen sind zentrale Orte, an denen über Rechte, Teilhabe und konkrete Unterstützung verhandelt wird. Doch in der Praxis stehen afghanische Communities in Deutschland – insbesondere in den ostdeutschen Flächenländern – häufig vor Barrieren: Sie sind von Rassismus, Vorurteilen und politischen Pauschalisierungen betroffen.
Hier setzt das Modellprojekt an: Ziel ist es, eine diskriminierungssensible, rechteorientierte und rassismuskritische Kommunikation zwischen afghanischen Communities und öffentlichen Einrichtungen auf- und auszubauen.
Durch einen partizipativen Peer-to-Peer-Ansatz erfassen wir das Erfahrungswissen aus den Communities, gleichen es wissenschaftlich ab und entwickeln konkrete Handlungsstrategien und Bildungsmaterialien. So fördern wir nicht nur die gleichberechtigte Teilhabe von Betroffenen, sondern wirken auch einem Rückzug aus demokratischen Prozessen präventiv entgegen.
Schwerpunkte & Modellcharakter
Das Projekt setzt an drei Standorten in Ostdeutschland (Leipzig, Halle und Erfurt) an und zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
Ziele des Projekts
Das Projekt verfolgt 4 Ziele:
1: Wissensgenerierung
Sammlung und Aufbereitung von Wissen und Strategien zu Rassismus in öffentlichen Institutionen
2: Kompetenzentwicklung
Empowerment (von Communities)
3: Nachhaltige Aufklärung zu Diskriminierungen,
Erstellung und Verbreitung niedrigschwelliger Informationsmaterialien
4: Evidenzbasierung
wissenschaftliche und multiperspektivische Fundierung des Projektes
Zielgruppe
Das Projekt adressiert unterschiedliche Zielgruppen. In den konkreten Maßnahmen an den ausgewählten Standorten werden adressiert:
1- Rassissmusbetroffene Menschen die teil der afghanischen Communities sind mit folgenden vulnerablen Schwerpunkten
2- Fachkräfte und Ansprechpersonen aus lokalen öffentlichen Institutionen, insbesondere aus Verwaltung, Bildung, Beratung, Arbeitsverwaltung und sozialen Trägern. Sie werden im Projekt vor allem als Kooperations- und Vernetzungspartner einbezogen für die sich aus den Maßnahmen ergebenden Resultaten.
3- Aktive in Selbstorganisationen, Personen und Netzwerken an den Standorten, die Selbstorganisationen sind und/oder sich für folgende Themen engagieren:
Was wir machen bei diesem Projekt?
1: Aufbau eines Netzwerks an allen drei Standorten
An allen drei Standorten werden digitale und analoge Vernetzungstreffen und Austauschformate mit lokalen öffentlichen Institutionen, Selbstorganisationen, Netzwerkpartner:innen und VAFO Mitgliedern durchgeführt.
2: Konzeption, Entwicklung und Durchführung von Community Workshops
In Peer-to-Peer- und Empowerment-Workshops werden relevante Themen wie „Verwaltung verstehen“ und „Selbstbewusst eigene Anliegen kommunizieren“ bearbeitet. Die Workshops arbeiten mit interaktiven Methoden.
3: Partizipatorische Wissenssammlung und Aufbereitung
Zur fachlichen Fundierung des Modellprojekts werden bestehende Studien ausgewertet sowie qualitative Kurzinterviews und Gruppengespräche mit Community-Mitgliedern, Netzwerkakteur:innen und Fachpersonen durchgeführt. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen in öffentlichen Institutionen, insbesondere in Beratungssituationen, Bildung, Arbeitsmarkt, Wohnen und Teilhabe.
4: Transfer und die öffentlichkeitswirksame Sichtbarkeit
Der Zugang zu und die damit verbundene Nachhaltigkeit zu den Projektergebnissen wird durch eine strukturierte und zielgruppengerechte Öffentlichkeitsarbeit gewährleistet: Erstellung niedrigschwelliger, mehrsprachiger Informationsmaterialien zu Rechten, Kommunikationsstrategien und Beteiligungsmöglichkeiten für Community-Mitglieder, etc.
Kooperationspartner
Förderung
Das Projekt „Verständigen statt Verfestigen“ wird von Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, und Beauftragten der Bundesregierung für Antirassismus fördert.
Ansprechpartner:innen & Kontakt
Ihr könnt uns für weiter Informationen per E-Mail oder Telefon/WhatsApp erreichen:
E-Mail: zolfar.hassib@vafo.ngo
Telefon / WhatsApp: 01792254793

„Teilhabe beginnt mit Verständigung. Dieses Projekt sammelt Erfahrungswissen aus Communities, entwickelt niedrigschwellige Materialien und stärkt Menschen darin, ihre Rechte selbstbewusst einzufordern."

„Beim VAFO e. V. setze ich mich dafür ein, dass die Erfahrungen und Anliegen afghanischer Communities in der Öffentlichkeit Gehör finden. Durch das Projekt ‚Verständigen statt Verfestigen‘ stärken wir die diskriminierungssensible Kommunikation und schaffen Wege für mehr gegenseitiges Verständnis und gesellschaftliche Teilhabe.“
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