Gastbeitrag von Dr. Amna Mehmood
Als afghanische Wissenschaftlerin und Hochschuldozentin in Deutschland erlebe ich täglich, was Bildung ermöglicht: Selbstbestimmung, Verantwortung und gesellschaftlichen Fortschritt. Gleichzeitig werden Millionen Mädchen in Afghanistan vom Unterricht ausgeschlossen.
Bildung ist kein Luxus und keine Verhandlungsmasse. Sie ist Grundlage für Gesundheit, wirtschaftliche Stabilität und soziale Entwicklung. Wenn Mädchen nicht lernen dürfen, verliert eine Gesellschaft nicht nur individuelles Potenzial, sondern kollektive Zukunftskraft.
Als Teil der afghanischen Diaspora und als Frau sehe ich es als meine Verantwortung, meine Bildung und meine Möglichkeiten dort einzusetzen, wo anderen der Zugang verwehrt wird, und Sichtbarkeit für jene zu schaffen, deren Stimmen eingeschränkt werden.
Afghanische Frauen sind Teil der globalen Wissenschaft, der Zivilgesellschaft und des öffentlichen Lebens, in Afghanistan und in der Diaspora. Ihre Kompetenz und ihr Beitrag verdienen Anerkennung.
Wissen lässt sich nicht aufhalten. Es wächst weiter, überall dort, wo Menschen daran glauben und dafür einstehen.
Dr. Amna Mehmood ist Molekularbiologin und Hochschuldozentin in Deutschland. Sie verbindet wissenschaftliche Arbeit mit Engagement für Bildungszugang und die Stärkung von Frauen in der afghanischen Diaspora.
