Zum Weltfrauentag: Stadt ohne Frau – Frau ohne Stadt

Sanam Ahmadi ist Stadtplanerin, lebt in Hamburg und stammt ursprünglich aus Afghanistan. Seit mehreren Jahren engagiert sie sich für Frauen im Bereich Ingenieurwesen und Stadtplanung – Fachfrauen, die nach der Machtübernahme der Taliban ihren Beruf nicht mehr ausüben dürfen.

Zwischen 2023 und 2025 war sie mehrfach in Afghanistan, um vor Ort Gespräche zu führen und Feldforschung zu betreiben. Unter dem Leitgedanken „Stadt ohne Frau – Frau ohne Stadt“ sprach sie mit Ingenieurinnen, Architektinnen und Stadtplanerinnen über ihre veränderte Lebens- und Arbeitssituation.

Viele von ihnen verfügen über fundierte Ausbildung, Erfahrung und große Leidenschaft für ihren Beruf. Doch sie dürfen nicht arbeiten. Einige versuchen, im Verborgenen fachlich aktiv zu bleiben. Andere mussten ihr Tätigkeitsfeld ganz verlassen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Sanam begleitet und unterstützt diese Frauen, berät sie, zeigt Perspektiven auf und vernetzt sie mit Veranstaltungen, Online-Kursen und internationalen Kontakten. In Zusammenarbeit mit der Organisation SAWE – Society of Afghan Women Engineers – schafft sie Räume für fachlichen Austausch und berufliche Weiterentwicklung, trotz der bestehenden Einschränkungen.

Ihr Ziel ist klar: Wissen erhalten. Kompetenzen stärken. Und dafür sorgen, dass diese Talente nicht verloren gehen.

Society of Afghan Women Engineers

Sanam Ahmadi

Der Beitrag folgte einem Aufruf zum Weltfrauentag 2026.

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